Affinitätschromatografie
Die Affinitätschromatographie stellt die spezifischste Methode der Trennung dar. An das Trägermaterial werden Liganden gebunden, die sich ganz spezifisch und reversible mit einem bestimmten Protein binden. Alle anderen Proteine können nicht an den Liganden binden und wandern durch die Säule, während die gebunden Proteine die Säule nicht mehr verlassen. Diese werden am Ende mit einer Lösung, die freie Liganden enthält, heraus gewaschen.
Größenausschlusschromatographie
Für dieses Verfahren benutzt man poröse Polymerkügelchen, die dafür sorgen, dass die Proteine ihrer Größe nach getrennt werden. Kleinere Proteine können in die Poren der Kügelchen eindringen und müssen deswegen eine längere Gesamtstrecke zurücklegen, um die Säule zu durchwandern. Große Proteine passieren die Kügelchen, da sie in die Poren nicht eindringen können.
Verteilungschromatografie
Bei der Verteilungschromatographie nutzt man nun die unterschiedliche Löslichkeit der zu trennenden Substanzen in den beiden Phasen aus. In der Normalphasen-Verteilungs-Chromatographie ist die stationäre Phase polarer als die mobile Phase, in der Reversed-Phase (RP-Umkehrphase)-Chromatographie ist die mobile Phase polarer als die stationäre Phase. Hierzu hydrophobiert man das anorganische Schichtmaterial und belädt es dann mit einer lipophilen Phase (z. B. flüssigem Paraffin). Die mobile Phase muss dann mehr polar sein (z. B. Aceton-Wasser-Gemisch). - Auf diese Weise trennt man vorzugsweise Substanzen, die sich im lipophilen System besser lösen. Die Reversed-Phase-Chromatographie wird vorwiegend bei unpolaren oder wenig polaren Substanzen angewendet.
This entry was posted on Jun 27, 2006 at 22:33:16 and is filed under Proteomics. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed, or leave a response (below) .
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