Teil 2/7: Unterschiede zwischen Windows und UNIX/Linux

Oktober 24th, 2006 Autor: Phillip Kroll -

Dateisystem BioinformatikDas Dateisystem
Bei Windows und UNIX findet man verschiedene Dateisystemtypen bei der Formatierung von Disketten und Festplatten. Microsoft Windows 95 bis ME arbeiten ausschließlich mit den Dateisystemen FAT16 und FAT32. Windows NT / 2000 / XP arbeiten auch mit NTFS-System. Unter Linux ist das Dateisystem EXT2 am weitesten verbreitet, wobei ReiserFS auch immer häufiger eingesetzt wird. Allerdings gibt es unter UNIX viel mehr UNIX-Dateisysteme wie z.B. FFS (Fast File System) unter BSD. Durch das Dateisystem wird bestimmt, wie groß eine Festplatte oder Partition sein darf. Bei den aktuelleren Windows-Versionen liegt die Grenze bei einigen hundert Gigabyte, darüber ist das System nicht mehr in der Lage die Daten zu verwalten. Anders sieht es bei Linux/UNIX aus. Diese Systeme sind auf sehr viel größere Datenmengen konzipiert. So sind Festplatten mit einigen TeraByte überhaupt kein Problem.

Linux ist aufgrund des Dateisystems schon sehr viel länger in der Lage, lange Dateinamen zu verarbeiten. Bei den Vorgängern von Windows 95 war es nicht möglich, Dateien mit einem Namen der länger als acht Zeichen ist zu erstellen. Die Endung hinter dem Punkt durfte nur 3 Zeichen lang sein. Windows identifiziert den Typ einer Datei durch seine Endung. Ändert man die Dateiendung weiß das Betriebssystem nicht mehr womit die Datei geöffnet werden soll.

Unter UNIX kann man Dateien benennen wie man möchte, vorausgesetzt man benutzt keine verbotenen Zeichen. Der Punkt spielt dabei keine besondere Rolle. UNIX identifiziert den Dateityp durch dateiinterne Kennzeichnungen. Man muss jedoch auf Klein- und Großschreibung achten.

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