Teil 3/7: Unterschiede zwischen Windows und UNIX/Linux

Oktober 24th, 2006 Autor: Phillip Kroll -

dvd rw bioinformatikZugriffsrechte
Unter dem Dateisystem von Windows 95 bis ME besteht das Problem, dass jeder alle Daten sehen, öffnen, ausführen, verändern und sogar löschen kann. Egal, ob es nun System Dateien oder Private Dateien sind. Davor schützen auch Anmeldeprofile nicht. Sie laden lediglich persönliche Einstellungen, man kann jedoch auf alle Daten der Mitbenutzer zugreifen.

Unter UNIX muss man sich immer mit einer Benutzerkennung anmelden. Das System weiß also immer wer gerade am Bildschirm sitzt. Jeder einzelne Benutzer bekommt vom Administrator bestimme Rechte, die regeln auf welche Dateien man welche Zugriffsrechte hat.. Systemdateien sind standardmäßig für normale Benutzer unsichtbar, dadurch kann kein Benutzer, ob absichtlich oder unabsichtlich, etwas an dem System verändern. Selbst auf Lokale Dateien anderer Benutzer ist kein Zugriff für Unbefugte möglich.

Unter Linux gibt es außerdem die Möglichkeit verschiedene Benutzer in Gruppen einzuteilen. So kann man allgemein gültige Regeln komfortabel direkt einer ganzen Gruppe zuweisen, anstatt die Rechte jedes einzelnen Benutzers neu einzustellen. Dies ist bei großen Netzen eine erhebliche Erleichterung.

Seit der Windows NT Reihe stellt auch Microsoft ein Produkt zur Verfügung, das ähnliche Möglichkeiten hat. Da jedoch noch sehr viele Desktop Systeme mit Betriebssystemen der DOS-Linie arbeiten ist der Flächendeckende Einsatz dieses Benutzersystems oftmals nicht sinnvoll möglich.
Homedirectory

Ein Heimatverzeichnis gibt es in dem Sinne unter Windows 95 bis ME nicht. Wenn der Computer gestartet ist, hat man Zugriff auf alle Dateien. Systemeinstellungen werden für das komplette Betriebssystem übernommen.

Unter UNIX/Linux existiert für jeden Benutzer ein so genanntes Heimat- bzw. Homeverzeichnis. Wenn man sich einloggt, landet man automatisch im persönlichen Verzeichnis. Hier kann man seine Daten speichern und kleinere Programme installieren. Die individuellen Einstellungen für den Desktop und für viele andere Programme werden hier ebenso gespeichert. Ändert man Einstellungen am Desktop oder in Programmen, betreffen diese Änderungen keinen anderen Benutzer. Auch das Betriebssystem an sich wird dadurch nicht verändert. Wenn man sein Heimatverzeichnis löscht, hat das keine Auswirkungen auf andere Benutzer.

In größeren Netzwerken oder Firmen wird das Heimatverzeichnis in der Regel für private Dateien und Einstellungen verwendet, und die relevanten Firmendaten liegen gesammelt an einer anderen Stelle. Das soll gewährleisten, dass die privaten und die geschäftliche Dateien getrennt gehalten werden.

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