Der Desktop
Bei den heutigen modernen Betriebssystemen fällt es meist schwer, zwischen System und grafischer Benutzeroberfläche zu unterscheiden. In den damaligen Zeiten vom MS-DOS war das ganze noch sehr einfach. Hier bildete MS-DOS das eigentliche Betriebssystem und Windows wurde aus dem Prompt heraus als eine grafische Benutzeroberfläche nachgeladen. Seit Windows 95 sind die beiden Komponenten zu einer Einheit verschmolzen. Die grafische Oberfläche war und ist ab diesem Zeitpunkt fester Bestandteil des Systems, und lässt sich weder abschalten noch umgehen.
In der Linux-Welt wird hier nach wie vor sehr stark unterschieden und auch sehr großen Wert darauf gelegt.
Das Betriebssystem ist vollkommen Textorientiert, MS-DOS erinnert sehr stark daran. Diese Umgebung nennt man die Textkonsole oder auch die Shell. Sämtliche Programme und Funktionen lassen sich problemlos in dieser Umgebung ausführen, so dass das System in keiner Weise auf den Desktop angewiesen ist. Da die grafische Oberfläche viele Vorteile hat, ist diese auch unter UNIX verfügbar. Der wesentliche Unterschied liegt daran, dass dieses X-Window-System kein fester Bestandteil des Betriebssystems ist, sondern wie jedes andere Programm gestartet werden muss. Unter UNIX gibt es nicht wie unter Windows nur ein Window-System, sondern Sie können eine Vielzahl von verschiedenen X-Window-Systemen installieren und benutzen. Der Standard unter Linux ist die kostenlose Variante XFree.
Unter Linux kann man sich aussuchen, welchen Window-Manager man benutzen möchte. Die Bekanntesten sind fvwm, CDE, Afterdark, KDE und Gnome. Sie alle bieten verschiedene Funktionen und meist ein anderes Aussehen. Besonders beliebt ist der Window-Manager KDE, da er sich sehr stark an Microsoft Windows orientiert und so den meisten Benutzern ein intuitives Arbeiten ermöglicht. KDE wird heute mit fast jeder Distribution ausgeliefert.
This entry was posted on Oct 24, 2006 at 19:55:55 and is filed under Windows vs. Unix. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed, or leave a response (below) .
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