Kaffee trinken, Mode gucken

Autor: Magna cum MG 

Erstmals präsentieren Studierende des Fachbereichs Textil- und Bekleidungstechnik ihre Arbeiten in Cafés und Restaurants der Stadt. Im Vorfeld der Messe „MG zieht an“ wirbt die Hochschule für ihre kreative Branche.

In einer Nacht-und-Nebel-Aktion hatte Uwe Schmitz, Geschäftsführer des Altstadt-Cafés Graefen + König, noch schnell die Wand neu gepinselt. Schließlich sollen die hübschen Modefotos der noch viel hübscheren Studierenden nichts von ihrem Glanz verlieren.

Zwei Monate lang zeigt der Gastronom in seinem Café nun Fotos, die von Studierenden der Textil- und Bekleidungstechnik der Hochschule Niederrhein entworfen wurden. Sowohl die Models als auch die Fotografen und Teile der Kollektion stammen aus den Designlabors des Hochschul-Instituts. Zeitgleich werden in fünf weiteren „Fashion Hotspots“ - im Café Rossini, im Vita I, im Galerie Café Message, im Café Linol sowie im Chocolat - die kreativen Werke gezeigt. Mit der Aktion will die Hochschule zusammen mit der Wirtschaftsförderung, auf die Nachwuchsmesse „Textil und Mode in NRW“ aufmerksam machen, die am 11. und 12. Mai die Großen der Branche, etwa Gerry Weber, Klaus Steilmann und Hugo Boss, in die Vitusstadt lockt.

„Wir wollen unsere Ideen und Arbeiten im Stadtleben präsentieren, da wo sich die Mönchengladbacher aufhalten“, erklärt Professor Marie-Louise Klotz, Leiterin des Fachbereichs Textil- und Bekleidungstechnik der Hochschule. Auch David Bongartz, Teamleiter bei der Wirtschaftsförderung legt Wert darauf, dass die Modemesse keine interne Veranstaltung für die Branche sein soll. „Die Bürger können stolz auf die Modekompetenz ihrer Hochschule sein und wir wollen demnach das Thema in der gesamten Stadt präsentieren.“

Die Cafés, in denen die teilweise experimentellen Fotos präsentiert werden, hat die Agentur Nuvista ausgewählt. Das von Studenten geführte Unternehmen legte dabei vor allem Wert auf Atmosphäre. „Wir wollten die Bilder in Cafés zeigen, in denen aufgeschlossenes und interessiertes Publikum ist“, sagt Marcel Soyer, Geschäftsführer von Nuvista. Natürlich seien die ausgewählten Häuser allesamt auch „beliebte Studentencafés“, fügt er mit einem Lächeln hinzu. Insgesamt werden in den kommenden zwei Monaten 22 großflächige Werke der digitalen und experimentellen Modefotografie aufgehangen. Entstanden sind die Hochglanz-Bilder im Hochschuleigenen Fotostudio, Studierende standen dabei Modell.

Die meisten der rund 40 Studierenden des Faches haben in irgendeiner Weise an den Bildern mitgearbeitet. Und sei es nur, in dem sie ihren Kleiderschrank plünderten.

„Die Präsentation von Mode läuft hauptsächlich über die Fotografie“, erklärt Professor Karin Stark den Stellenwert ihres Fachs innerhalb der Branche. Und damit auch keiner an den „heißen“ Orten vorbeigeht, sind alle teilnehmenden Cafés mit einem rosafarbenen „Fashion Hotspot“-Aufkleber versehen.

Quelle: Rheinische Post vom 13. April 2007


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