Neue Nachbarn für den Regiopark

Autor: Magna cum MG 

Gleich neben dem Gewerbegebiet zwischen Jüchen und Mönchengladbach baut der niederländischer Investor Blaauwgras für vier Millionen Euro einen zweiten Gewerbepark. Etwas kleiner zwar, aber dafür haben schon mehrere Mieter unterschrieben. 35 Arbeitsplätze sollen entstehen.

Die Namensgleichheit ist gewollt. Einen „Regio-Gewerbepark“ will die niederländische Firma Blaauwgras auf einem 6000-Quadratmeter-Areal in Güdderath bauen. Das Gelände liegt nur einen Steinwurf vom Gewerbegebiet „Regiopark“ entfernt, für das die Gladbacher Wirtschaftsförderung nach vielen Jahren der Suche vor kurzem einen Mieter (Birkart Globistics) präsentieren konnte. Einst als abschreckendes Beispiel für brach liegende Gewerbeflächen verspottet, lässt sich der Name inzwischen offenbar als Werbezweck verwenden.

Vermittelt hat das Grundstück indes nicht die Wirtschaftsförderung, sondern Projektentwickler Norbert Bienen, der durch seine Kontakte zur niederländischen Handelskammer an den Investor geraten war. „Blaauwgras ist in den Niederlanden für moderne Gewerbeparks bekannt“, schwärmt Bienen. Damit würde „eine Marktlücke“ geschlossen. Für kleine und mittlere Unternehmen und Handwerksbetriebe fehle bislang flexible Büro- und Hallenfläche, so Bienen. Innerhalb von fünf Monaten entstehen nun an der Hanns-Martin-Schleyer-Straße variabel gestaltbare Hallen mit einer nutzbaren Fläche von 100 bis 1000 Quadratmetern. Büros werden in einer Größe von 80 bis 200 Quadratmeter vermietet. Insgesamt stehen knapp 3000 Quadratmeter zur Verfügung. Vier Millionen Euro investiert Baauwgras. „Das ist unser erstes ausländisches Engagement, aber wir glauben an den Standort“, sagt Geschäftsführer Bart Krikke. Die ersten Mieter haben bereits unterschrieben und sollen Anfang Oktober einziehen. Ein Industriedienstleister aus Heinsberg will in Güdderath eine Service-Filiale eröffnen, ein Zulieferer für die Werkzeugmaschinenindustrie wechselt innerhalb der Stadt. Und ebenfalls aus Gladbach zieht ein Postversender mit knapp 70 Mitarbeitern ein. Rund 35 Arbeitsplätze sollen durch die Ansiedlung der drei Firmen zusätzlich entstehen. „Wir sind aber schon mit weiteren Interessenten in Kontakt“, sagt Norbert Bienen.

Bei der Vermarktung will auch die Wirtschaftsförderung helfen. Geschäftsführer Dr. Ulrich Schückhaus sieht keine Konkurrenz zum „echten“ Regiopark, in dem nächste Woche die ersten Erschließungsmaßnahmen beginnen. „Wrum denn? Wir bedienen eine andere Klientel“, sagt er. Und andere Flächen. Schückhaus hat nebenan immerhin noch stolze 70000 Quadratmeter im Angebot.

Quelle: Rheinische Post vom 11.Mai 2007


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