Die "Campus Zwerge" haben nun ein Zuhause

Autor: Magna cum MG 

„Das hier ist wohl das lebendigste Gebäude auf dem Campus“,stellte der Rektor der Hochschule Niederrhein,Hermann Ostendorf,bei der Eröffnung der Kindertagesstätte „Campus-Zwerge“ in Mönchengladbach fest. Und nahm gleich etwaigen Klagen um die Störung der akademischen Ruhe die Luft aus den Segeln: „Kinderlärm ist Zukunftsmusik!“

Munter und lebhaft präsentierten sich die 35 kleinen Bewohnerinnen und Bewohner zwischen vier Monaten und sechs Jahren sowie ihre Erzieherinnen den Gästen und hatten zu deren Erbauung sogar einen Ringelreigen einstudiert.
Von den Eltern gab es zum Einzug einen Apfelbaum für den noch anzulegenden Garten mit Spielplatz. Dass die Kita selbst mehr als zwei Eltern hat, zeigte sich beim Reigen der
Grussworte, der von Frank Zehetner (Studentenwerk Düsseldorf)über den Hochschulrektor,
den Mönchengladbacher Jugendamtsleiter Reinhold Steins bis zu Stefan Rapp vom Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes und Elke Brockes reichte, die oberste Chefin der akademischen „Rasselbande“. Dazu gehört auch der zwanzig Monate alte Paul, Sohn von Familientutorin Annika
Neidhöfer, der sich auch dank intensiver Betreuung seit dem Start vor gut einem Jahr zu
einem putzmunteren Kerlchen entwickelt hat.
Nun ist es für Eltern und Kinder noch einfacher,sich zwischen den Vorlesungen einfach mal zu
sehen. Zunächst provisorisch in den Räumen der Evangelischen Kirchengemeinde Mönchengladbach
Hardt untergebracht, haben die „Campus-Zwerge“ seit November letzten Jahres ein eigenes Haus
hinter dem Fachbereich Oecotrophologie. Es verfügt über zwei Etagen mit Räumen zum Spielen und Ruhen, wurde in nur sechs Monaten Bauzeit größtenteils aus Holz errichtet und kostete 800.000
Euro.
Bemerkenswert: Die Studierenden beteiligen sich an der Finanzierung mit einem Solidaritätsbeitrag von zwei Euro pro Semester – auch die ohne Kinder.
Trägerin der Kita ist übrigens das Studentenwerk Düsseldorf. Es hat direkt gegenüber dem
Neubau in einem Studentenwohnheim Appartements für Studierende mit Kind eingerichtet.

Quelle: Maas Rhein Zeitung vom 24. Januar 2008