Der Nordpark wird voll

Autor: Magna cum MG 

Elektronikgroßhändler Linssen zieht um, auch ein Anlagenbauer mit 250 Arbeitsplätzen plant einen Neubau. Borussia und van Laack wollen erweitern. Damit ist der Großteil der Fläche verkauft. Es gibt aber auch Probleme.

Mehr als 100000 der 120000 Quadratmeter, die die Hochtief-Tochter Area of Sports verkaufen kann, sind verkauft - wenn die weit gediehenen Verhandlungen endgültig abgeschlossen sind. Ein großer Neubau steht schon fest, ein weiterer ist wahrscheinlich. Und einige derer, die schon im Nordpark sind, wollen wachsen. Dafür wird auf zwei schon vor längerem verkauften Flächen immer noch nicht gebaut. Die erhofften Großmieter sind abgesprungen.

Die Neuen Der Elektronikgroßhändler Linssen, der bisher in Windberg seinen Sitz hat, zieht in den Nordpark. Gebaut wird ein Schulungszentrum und Bürogebäude, aber auch ein Lager. Andreas Gräf, Geschäftsführer der Area of Sports, schwärmt zwar von der hochwertigen Architektur. Doch nicht alle sind begeistert von dem Neuzugang. Borussia hat Sorge, dass ein Elektronikgroßhändler vom Mix und Anspruch her nicht passt. „Das Gelände braucht einen einheitlichen Auftritt. Der Nordpark darf nicht zum Gemischtwarenladen werden“, sagt Präsident Rolf Königs. Über den zweiten Neuzugang würden sich alle freuen. Der Anlagenbauer würde für 250 Büroarbeiter neu bauen. Die Verhandlungen sind weit gediehen, aber noch nicht abgeschlossen.

Die Alt-Eingesessenen Borussia will auf 38000 Quadratmetern einen Traningsplatz, Trainigshallen und ein Multifunktionshaus mit Borussia-Museum bauen. Van Laack hat schon ein Grundstück zugekauft. Noch stellen dort die Mitarbeiter ihre Autos ab. Doch es gibt Neubaupläne. Der Outlet-Shop soll in ein eigenes neues Gebäude ziehen und um hochwertige Gastronomie ergänzt werden.

Die in der Warteschleife Projektentwickler Manfred Langen wollte längst ein anspruchsvolles Bürogebäude gebaut haben. Doch als der potenzielle Ankermieter AOK absprang, geriet das Projekt ins Stocken. Bauen will Langen auf jeden Fall. Nun wird’s vorerst aber wohl eine Nummer kleiner. Auch Langens Kollege Joachim Bücker, Geschäftsführer von Jessen, ist in Verzug. Er setzt auf eine Mischung aus Supermarkt und Büros. Doch noch ist kein Vertrag mit einem großen Supermarkt unterschriftsreif. Auch Bücker bleibt optimistisch. „Der Nordpark entwickelt sich“, sagt er.

Was noch fehlt Die Idee, aus dem Nordpark einen Sportpark zu machen, ist am wenigsten weit gediehen. Bald wird es viele Büros und wohl auch Dienstleistung geben. Doch ein Freizeitangebot, das zu Fußball und Hockey passt, ist nach wie vor nicht in Sicht. Immer wieder habe es Interessen für eine Soccer-Halle gegeben, sagt Andreas Gräf. Das dafür vorgesehene 9000 Quadratmeter große Grundstück bleibe für diese Idee reserviert. „Wir bleiben an dem Thema dran“, sagt Graef. Auch einen Betreiber für eine Großdisco gibt es nach wie vor nicht.

Quelle: Rheinische Post vom 4. Juni 2008