Vorteile von kommerziellen Content Management Systemen

September 8th, 2006 Autor: Axel Rothenbücher - 2 Kommentare
  • Gewährleistung

    Ein Open Source Dienstleister haftet zwar für seine eigenen (Weiter-)Entwicklungen, jedoch nicht für Fehler, die aufgrund der ursprünglichen Software entstanden sind. Hierbei kann kein eindeutiger Schuldiger gefunden werden.

    Bei kommerziellen Content Management Systemen sieht dies jedoch ganz anders aus. Dort liegen im Rahmen der Nutzungsbedingungen in der Regel klare Verantwortlichkeiten vor und ein investierendes Unternehmen kann sich im schlimmsten Fall auf die entsprechende Gewährleistung berufen.

  • Abgesichert hoher Servicestandard

    Service und Support sind heute (mit) die schlagensten Verkaufsargumente. Mittlere bis große Unternehmen legen in der Regel großen Wert auf Service, der in die unternehmensinternen Prozesse integriert werden kann, und auf lückenlosen Support.

    Diese Punkte können in der Form nur von kommerziellen Anbietern von Content Management Systemen angeboten werden. Die Open Source Community bietet mit ihren Foren etc. zwar auch einen hochwertigen Support und Service. Dieser ist allerdings vollkommen losgelöst von den Prozessen des jeweiligen Unternehmens.

  • Nutzerorientierte Entwicklung

    Im Gegensatz zu den Open Source Content Management Systemen, die sich mehr oder weniger durch den Zufallsfaktor weiterentwickeln (um es an dieser Stelle bewußt provokant auszudrücken), werden kommerzielle Systeme aktiv vom Management geprägt bzw. geführt. Dabei wird umsatz- und kundenorientiert vorgegangen, um nicht mutwillig Marktanteile zu verlieren. Das hat den Vorteil, dass in den meisten Fällen die Bedienbarkeit und die Backend-Usability im Vordergrund stehen.

    Ein schönes Beispiel für die nicht-nutzerorientierte Entwicklung ist - obwohl ansonsten ein hervorragendes Management seinen Dienst leistet - TYPO3. TYPO3 besitzt als Open Source Content Management System etwa eine Hand voll Newsmodule als Erweiterung. Bei kommeriellen Anbietern wäre dies nicht geschehen, da selbstverständlich ein Newsmodul vollkommen ausreichen würde.

  • Zentralisiertes Know-How

    Kommerzielle Hersteller von Content Management Systemen haben einen Entwicklungsplan und haben sich im Rahmen dessen Gedanken über bestimmte Problemstellungen und deren Lösungsansätze gamacht. Diese sind - im Gegensatz zur Open Source Community - nicht chaotischh verstreut, sondern sind zentral zugänglich. Damit können Ideen und Entscheidungen schneller auf deren Realisierbarkeit überprüft werden.

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2 response(s) to Vorteile von kommerziellen Content Management Systemen

  1. Stulle [Besucher] @ http://www.derstulle.de says:

    Hallo,

    naja, es gibt auch genug uUnternehmen, die einen Support und Rahmenvertrag für OpenSource Produkte anbieten, so dass ich auch hier einen wunderbaren Support und auch bei Problemen meine Gewährleistung geltend machen kann.

    LG Stulle

  2. Axel Rothenbücher [Mitglied] @ http://www.includemedia.de says:

    @ Stulle:
    Ja, das ist richtig. Hierbei geht es allerdings darum, dass es bei Open Source Projekten keinen direkten Verantwortlichen für die Software gibt und somit keine Gewährleistung vom Hersteller existiert. Der Hersteller ist bei Open Source Projekten die Community. Diese haftet für keinerlei Schäden etc., die ggf. entstehen können.

    Bei kommerziellen Systemen ist das anders. Dabei haftet der Hersteller "automatisch" für seine Software/Projekte - um es an dieser Stelle stark zu vereinfachen.

    Das von Dir beschriebene Prozedere ist quasi eine Ausgliederung der Gewährleistung an Drittanbieter. Das ist vernünftige Sache, da dadurch Open Source Projekte auch für mittlere bis große Unternehmen interessant werden.

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